Gestern war mein letzter Arbeitstag. Und ich muss zugegeben, ich war sehr traurig. Zum Abschied habe ich einen leckeren Amikuchen mitgebracht und verziert und ich glaube sie haben sich sehr gefreut. Suhe hat sogar geweint.
Die Zeit bei Starbucks hat mir echt viel gebracht.
Ich habe in einer komplett anderen Welt gearbeitet als Reinhard. Meine Kollegen waren kunterbunt gemischt aus allen Ländern. Durch sie habe ich auch andere Seiten des New Yorker Lebens kennengelernt - einige waren bereits im Teenagealter schwanger und kämpfen jetzt um das Sorgerecht. Eine andere versucht gerade ihren Mann aus der Wohnung zu verjagen, der wegen Drogen all ihren Schmuck verkauft hat. Ein anderer versucht nach seinem College sich den American Dream zu erfüllen und bewirbt sich nebenbei, bei Fernsehsender als Hintermann. Andere arbeiten 7 Tage die Woche um genügend Geld zu haben und fahren aus der Bronx über eine Stunde auf die Arbeit.
Ich habe erfahren wie hart das Leben auch sein kann und wieviel Glück ich bisher immer hatte. Doch trotz mancher Situationen hat jeder für sich immer das Beste drausgemacht. Wir haben so viel gelacht, getanzt, gesungen.
Ich will ihr Leben und ihre Arbeit auf gar keinen Fall abwerten. Ich möchte nur verdeutlichen wie anders dieses Leben war und wie bereichernd diese Zeit war. Ich werde diese Truppe echt vermissen. Aber auch die leckeren Frappuccinos for free und der schöne Ausblick in der Mittagspause werden mir fehlen *g* Die Arbeit hat echt immer viel Spaß gemacht - auch wenn ich ja gar keinen Kaffee mag. Und ich bin echt immer gerne hingegangen.
Und das Beste ist, dass mir das frühe Aufstehen gar nichts mehr ausmacht. Als Lehrer kann ich ja, nachdem ich jetzt oft um 4 aufstehen musste, eigentlich echt lange ausschlafen *g*.
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