Richmond hat eine erstaunlich große deutsche community. Deshalb wird auch jährlich ein Oktoberfest gefeiert. Als echte Bayern mussten wir uns das natürlich anschaun - und wir hatten einen sehr lustigen Abend:
Amerika als melting pot vereint zig viele Nationen. Und fragt man einen Amerikaner wo er herkommt, nennt er meist neben seinem Staat, auch noch das Herkunftsland seiner Vorfahren. Sie sind stolz auf ihre Wurzeln und suchen sich aus den Kulturen schöne Traditionen aus, um sie auch im weit entfernten Land fortzuführen. Diese Eigenschaft ist etwas sehr Bemerkenswertes, da man sich hier unserer Ansicht nach nie oder nur selten als Ausländer vorkommt - denn hier ist ja jeder ein Ausländer.
Interessant ist dann nur zu sehen wie die Bräuche "leicht" veramerikanisiert werden. Als wir ankamen bekamen wir erst mal Bändchen, um sicherzu gehen dass wir auch alt genug sind um Bier trinken zu dürfen. Alles fand in einer großen Halle statt mit grellem Licht. Leider gab es keine Bierbänke, dafür die typischen amerikanischen Plastikklappstühle. Das Bier wurde auch meist in Pappbechern verteilt. Zum Essen gab es leckere Bratwürste, Sauerkraut, amerikanischen Kartoffelsalat, Brezen, gebrannte Mandeln... Die Blaskapelle war super - "Humstatamusik" mit traditionellen Tänzen und Aufführungen dazwischen - da sollten sich die Deutschen mal ein Beipsiel dran nehmen. Aber ganz beliebt ist der Ententanz. Der wurde mindestens 5 mal gespielt - und wirklich alle tanzen mit.
An einem Stand war sogar eine deutsche Bäckerei aus Ohio vertreten. Das Brot ist unglaublich gut. Aber das Tolle ist: man kann sich quer über Amerika von dieser Bäckerei Brot bestellen. Es wird dann gebacken und mit Fed Ex zu einem nach Hause versand. So ist es nur ein Tag alt wenn man es per Postbote erhält (mit zurückgelegten hunderten von km).
So wir werden jetzt noch ein Brot essen - guten Appettit und ein Prosit!
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